Review: Hyrule Warriors: Definitive Edition [Nintendo Switch]

Nintendo machte es sich in den letzten Monaten recht einfach, neue Inhalte auf die Nintendo Switch zu bringen. So gesellte sich am 18. Mai dieses Jahres ein Hack-and-Slay-Crossover der Dynasty Warriors-Reihe und der The Legend of Zelda-Reihe zu dem Pool der Wii-U-Ports – Hyrule Warriors: Definitive Edition. Simon Kamber

Der Krieg jenseits der Zeiten

Tief in den Wäldern lebt eine Zauberin, welche durch ihre Glaskugel, unabhängig von Raum und Zeit, das Schicksal jeder Seele voraussehen kann. Eines Tages stach ihr die Seele eines Jünglings in Grün ins Auge, welche immer dann wiederkehrte, wenn Hyrule vom Bösen heimgesucht wird. Dieses Böse, welches nach seinem letzten Versuch Hyrule ins Chaos zu stürzen, in vier Fragmente geteilt und mithilfe des Seelenportals durch verschiedene Epochen verteilt wurde, benutzte diesen Moment der Unachtsamkeit und schlich sich in das Herz der Zauberin. Das Licht wurde aus der Zauberin verdrängt und in ihr wurde die Begierde nach dem Jüngling geweckt. Doch das Böse nutzte sie, um das Seelenportal zu öffnen. Durch jenes strömten Ungeheuer aus allen Epochen nach Hyrule und das Böse konnte sich befreien. Nun liegt das Schicksal Hyrules an dem legendären Helden, welcher sich mit seinen Gefährten aus verschiedenen Zeiten aufmacht um das Böse einmal mehr zu stoppen und der Zauberin wieder ihr Licht zurückzubringen.

Linkles Abendteuer und mehr

Fernab der Hauptstory, welches euch durch verschiedene Zelda-Spiele schickt, gibt es Einiges zu tun. So könnt ihr auch die Nebenstory der Nintendo-3DS-Version in HD erleben. In jener begleitet ihr Linkle, ein Bauernmädchen welches fest daran glaubt, die Reinkarnation des Helden der Zeit zu sein. Als sie von der schrecklichen Nachricht hörte, dass Hyrule in Gefahr sei, machte sie sich auch auf den Weg und wollte ihrem vermeintlichen Schicksal folgen. Doch leider kam sie vom Weg ab und verlief sich auf dem Weg nach Hyrule, wodurch sie ihr eigenes Abenteuer erlebt.

Außerhalb des Legenden-Modus, könnt ihr eure Fähigkeiten noch im Herausforderungsmodus testen oder auf einer der neun abwechslungsreichen 8-Bit-Abenteuerkarte neue Waffen, Kleidung und noch mehr Kämpfer freischalten.

Leicht zu erlernendes Gameplay

Das Gameplay ist simpel: Jeder Charakter beginnt mit einem eigenen Fähigkeitenbaum und einer kleinen Anzahl von Combos, welche durch das Schmieden von Medaillen erweitert werden können. Das Ziel auf dem Schlachtfeld ist im Legenden-Modus meist das Besiegen des gegnerischen Feldherrn. Um gegen jenen antreten zu können, müssen meist einzelne, während der Schlacht definierte Ziele erfüllt werden. Mögliche Ziele oder Errungenschaften wären beispielsweise das Bekämpfen eines Bosses, eine Krabbelmine beziehungsweise einen Spezialisten zu einem bestimmten Punkt zu eskortieren oder simpel gegnerische Festungen einnehmen. In anderen Modi kann es aber auch das Ziel sein, mit verschiedenen Modifikatoren einige hundert Gegner zu besiegen oder anhand einer Frage den richtigen Widersacher auszuschalten.

Meist kommt man trotz der gelegentlich entstehenden Hektik den Dialogen der Charaktere hinterher. Dennoch gab es Momente, an denen ich ein Dialogfeld übersah und erst auf den Hinweis warten musste, um zu verstehen was von mir verlangt wurde. Wichtigen Statusupdates poppen zwar auffällig auf, weil die jedoch der Reihe nach erscheinen, kann es vorkommen, dass man zu spät mitbekommt, dass eine Nebenmission gestartet ist und man einige Momente später die Nachricht bekommt das jene Nebenmission gescheitert ist.

Auch die von der 3DS-Version neu eingeführte Wechselfunktion, die das Steuern mehrerer Charaktere in einem Kampf erlaubt, ist als Spieler der Wii-U-Urversion irritierend und macht hier einen unfertigeren Eindruck als im Nachfolger Fire Embleme Warriors, welches letztes Jahr im Oktober für Nintendos Hybrid-Konsole erschien.

Technisch nicht ganz rund und ein guter Soundtrack

In puncto Grafik habe ich insgesamt zwei verschiedene Antworten! Die Antwort für Casual-Spieler: Das Spiel läuft vermeintlich flüssig und läuft im Dock-Modus auf einer Auflösung 1080p bei 60 Bilder die Sekunde beziehungsweise bei 720p bei 60 Bildern pro Sekunde im Handheld-Modus. Gelegentlich, wenn viel auf dem Bildschirm los ist bricht die Framerate ein, was jedoch nie lange anhält. Im Handheld-Modus jedoch werden die angepeilten 60 Bilder pro Sekunde sehr selten erreicht; unterschreiten aber selten die 30 Bilder pro Sekunde.

Die detaillierte Antwort ist; es ist die hübscheste Hyrule-Warriors-Version die es gibt, jedoch werden auch hier im Dock-Modus die versprochenen 60 Bilder pro Sekunde nicht gehalten, was man meist nicht bemerkt, da das Spiel ursprünglich auf 30 Bilder pro Sekunde ausgelegt wurde und man hier selten unter 40 Bilder pro Sekunde fällt.

An sich kann man sagen, dass Hyrule Warriors: Definitive Edition im Dock-Modus auf 40 bis 50 Bilder pro Sekunde bei Full HD (1080p) und im Handheld-Modus auf 30 Bilder pro Sekunde bei 720p läuft. Die Möglichkeit zwischen einer höheren Auflösung zu wählen, wie es im Nachfolger Fire Emblem Warriors möglich war, ist hier nicht gegeben.

Die Soundtracks im Spiel waren großartig und haben die Geschehnisse im Spiel perfekt untermalt. Dabei konnte man bekannte The Legend of Zelda-Melodien als neu gecoverte Rock-Einlagen wahrnehmen. Wenn man auf das Genre stehen sollte, wird bestimmt jeden Soundtrack mögen.

Fazit

Die Möglichkeit, Hyrule Warriors nun auch unterwegs in einer zufriedenstellenden Performance spielen zu können, fühlt sich gut an. Vor allem für die kleineren Aufgaben der Abenteuerkarten ist diese Möglichkeit großartig.

 

Das Spiel an sich bietet eine gute Story und aufgrund der ganzen DLC-Pakete, die nun zum Grundspiel gehören, gibt es reichlich zu tun. Die kleineren technischen Schwierigkeiten, die das Spiel mit sich bringt sind zwar da und stören hier und da, fallen einem aber beim normalen spielen kaum auf. Einzig ob man sich mit dem Gameplay anfreunden kann muss jeder für sich selbst wissen, da ich auch schon von Leuten, die sich damals die Wii U- beziehungsweise 3DS-Version gekauft haben, mitbekommen habe, dass sie hier ein normales Zelda erwartet haben, aber mit dem Gameplay, welches eben aus der Dynasty Warriors-Reihe stammt, nichts anfangen konnten.

Von mir hingegen gibt es eine Kaufempfehlung, solltet ihr Hyrule Warriors noch nie gespielt haben und offen für das Gameplay sein!

Kurzfazit:

Hyrule Warriors war und ist ein großartiges Spiel. Auch für Besitzer der Wii U gibt es dank den 3DS-Inhalten viel Neues zu erkunden. Für 60 Euro bekommt man zwar eine hochauflösende Neuauflage, aber keine bezaubernd-neue Inhalte.

ACHTUNG: Jegliche Aussagen in diesem Review reflektieren lediglich die persönliche Meinung des Autors und nicht (!) die von PattoTV und seiner Partner.
Bilder und Trailer:
©2018 – Nintendo of Europe GmbH
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