Review: Nagi no Asukara – Volume 3 [Blu-ray]

Die erste Staffel des Romanze-Anime Nagi No Asukara besteht aus insgesamt 26 Episoden und wurde in Japan und Deutschland von 2013 bis 2014 etwa zur gleichen Zeit ausgestrahlt bzw. im Simulcast gezeigt. Auf Blu-ray und DVD erschien das erste Volume jedoch erst am 15. März, das zweite Volume am 19. April und das dritte Volume am 21. Juni dieses Jahres. Ermöglicht wurde dies durch das deutsche Anime-Label KSM Anime. John Viktor Schwab

Schwerer Start

Seit das Meer vor Jahrhunderten fast die ganze Welt dauerhaft überflutet hat, begannen die Menschen nach und nach, sich an das Leben unter Wasser anzupassen. Als der Meeresspiegel wieder sank, blieb ein Teil von ihnen als Meeresmenschen unter Wasser und ein anderer Teil begann, wieder das Land zu besiedeln. Seither gibt es immer wieder Konflikte zwischen den beiden Parteien und viele Vorurteile. Ausgerechnet in dieser Zeit Leben Hikari, Manaka, Chisaki und Kaname. Die Freunde kennen sich schon von klein auf und stehen nun vor ihrer größten Herausforderung. Ihre Meeresschule wurde vor kurzem geschlossen, doch das neue Schuljahr steht an, wodurch sie gezwungen sind, am Unterricht auf der Schule an Land teilzunehmen. Werden sie das verwirklichen können, wo sie doch für das Leben unter Wasser geschaffen sind? Und werden sie überhaupt von den anderen akzeptiert?  

Zusammenhalt

Da ihr Zuhause und auch die Welt an Land droht ins Chaos gestürzt zu werden, planen die vier Freunde und ihre Schulkameraden sich über den Willen der sich stetig im Streit befindenden Erwachsenen hinwegzusetzen und die dieses Jahr eigentlich abgesagte Schiffsparade zur Besänftigung des Meeresgottes selber auf die Beine zu stellen. Zusammen erzielen sie große Fortschritte, doch die Zeit wird immer knapper. Im Meer wird es immer kälter und die Erwachsenen wollen die Kinder vom Land fernhalten, während sie sich auf einen langen Schlaf vorbereiten. In letzter Sekunde jedoch und mit der Unterstützung der Erwachsenen an Land gelingt es ihnen, die Schiffsparade stattfinden zu lassen. Doch während der Parade gerät plötzlich alles aus den Ufern. Die Meeresstadt wird von einem dicken Schleier verschlossen und Hikari und Manaka verschwinden unter Wasser. Werden ihre Freunde sie jemals wieder sehen?

Bild und Animationen

Nagi No Asukara basiert auf dem gleichnamigen Manga von Project-118 und wurde Ende 2013 von P.A. Works veröffentlicht. Das Studio unter anderem für Animes wie The Eccentric Family oder Angel Beats! bekannt. Dabei beinhaltet der Anime insgesamt 26 Folgen und wurde in Japan und Deutschland (als Simulcast) etwa zur gleichen Zeit, von 2013 bis 2014, ausgestrahlt. Auf Blu-ray und DVD erschien das erste Volume mit insgesamt sechs Folgen jedoch erst am 15.03.2018 und das zweite Volume knapp einen Monat später, mit fünf Folgen am 19.04.2018, was erst durch KSM Anime ermöglicht wurde.

Optisch ist der Anime einfach überwältigend. Auch das dritte Volume kann durch starke Farben, welche wieder harmonisch und passend umgesetzt wurden, überzeugen. Wieder entsteht ein so atmosphärisches und angenehmes Bild, dass es den Zuschauer vermag, in das Geschehen mit eintauchen zu lassen und alles Andere völlig auszublenden. Dabei runden die überaus gute Auflösung, das Charakterdesign und die Animationen das ganze noch einmal sauber ab. Selbst weit entfernte Gesichter werden gezeichnet und schaffen es den gesamten Detailreichtum noch einmal mehr aufzuwerten. Die optische Darstellung kann im Volume des Animes Nagi No Asukara wieder vollkommen überzeugen.

Deutsche Umsetzung und Musik

Die Umsetzung der für die deutsche Synchronisation wurde von KSM Anime dem Hamburger Synchronstudio DMT – Digital Media TechnologieGmbH in die Hände gelegt, bei welcher Kerstin Draeger die Dialogregie führte.  

Die Synchronstimmen passen wie auch zuvor einfach unheimlich gut zu den einzelnen Charakteren und können mit viel Ausdrucksstärke und Leidenschaft wirklich überzeugen. In den Vordergrund rückte diesmal die Stimme von Leonie Christin Oeffinger, welche Chisaki Hiradaira vertonte und eine hervorragende Arbeit geleistet hat. Ebenfalls überzeugen konnte die Stimme von Leonie Landa, welche Miuna Shiodome ihre Stimme gegeben hat. Alles in allem hat DMT im Auftrag von  KSM GmbH hier wirklich ganze Arbeit geleistet und konnte vor allem qualitativ wieder sehr überzeugen, da die Stimmen der Charaktere je nach Sprechrichtung oder Entfernung zum anderem Charakter unglaublich gut angepasst worden sind. Ein großes Lob dafür. Wer dennoch kein Freund der deutschen Synchronisation ist, hat natürlich auch die Möglichkeit, sich die auf der Disc enthaltene OmU-Fassung – japanischer Originalton mit deutschem Untertitel – anzusehen.

Sowohl Opening als auch Ending waren einfach großartig. Die Songs und das Bild harmonierten wieder einfach klasse miteinander und waren überaus wertig und stimmig. Auch das neue Opening und Ending konnten vollkommen überzeugen, wobei mir hier das Opening mehr als das Ending gefällt. Generell wurde der Anime immer wieder von gelegentlichen Soundtracks unterstützt, welche fast durchgehend gepasst haben und der Situation immer sehr viel mehr Tiefe im Ausdruck verleihen konnten, wodurch diese besonders atmosphärisch wurden.

Fazit

Nagi No Asukara Volume drei schafft es, durch einen harten, aber nötigen Bruch in der Story die Spannung aufrechtzuerhalten. Dabei ist auch die dritte Volume zwar wieder unglaublich emotional, jedoch schwächelt sie in einigen Momenten leider mit dieser und kann dadurch stellenweise nicht komplett überzeugen, was die Überzeugungskraft des gesamten Volumes aber zum Glück nur ein wenig abschwächt. Dabei werden weiterhin ernste Themen wie Ausgrenzung, Trauer, aber auch der Umgang mit Gefühlen gekonnt und sehr einfühlsam behandelt. Zusammen mit dem makellosen Bild und der hervorragenden Vertonung und der großartigen musikalischen Unterstützung schafft es der Anime, wirklich hervorzustechen und den Zuschauer auf eine unheimlich schöne Art mit einzubeziehen. Letztendlich bewegt sich das dritte Volume auf gleicher Höhe mit dem ersten und zweiten Volume, was etwas schade ist, da es zwar nicht mehr so überemotional ist, aber in einigen wenigen Momenten nicht mehr ganz so überzeugen kann wie die ersten beiden Volumes. Jedoch wirkt sich dies zum Glück nicht ganz so stark auf das Volume aus und so ist auch das dritte Volume trotz allem wieder gut gelungen.

Kurzfazit

Volume drei des Anime Nagi No Asukara kann wie auch die vorherigen Volumes mit einem unglaublich schönen Bild, einer wirklich guten deutschen Synchronisation und einer starken Story überzeugen, auch wenn die Volume in manchen emotionalen Momenten schwächelt.

ACHTUNG: Jegliche Aussagen in diesem Review reflektieren lediglich die persönliche Meinung des Autors und nicht (!) die von PattoTV und seiner Partner.

Bilder und Trailer:
©KSM Anime
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