Review: Shining Resonance Refrain [Xbox One]

Sega veröffentlichte am 10. Juli dieses Jahres Shining Resonance Refrain für den PC via Steam, die PlayStation 4 und Xbox One. Erstmalig erschien das Spiel am 11. Dezember 2014 ausschließlich in Japan für die PlayStation 3 – die jetzige Version wurde für diese Konsolengeneration optimiert. Markus Kandelsdorfer

Shining Resonance Refrain ist ein Rollenspiel, das auf dem am 11. Dezember 2014 in Japan erschienenen PlayStation-3-Spiel basiert. Leider konnten wir das Spiel hierzulande nicht erhalten, da es keine deutsche beziehungsweise englische Umsetzung gab; doch jetzt können wir dieses japanische Abenteuer auf unseren Heimkonsolen spielen und genießen. Die Graphik des Spieles wurde aufgefrischt und alle verfügbaren DLCs der PlayStation-3-Version sind in der Grundversion enthalten. Außerdem wurde ein weiterer Spielmodus hinzugefügt, der uns einen anderen Blickwinkel auf die Geschehnisse verschafft.

 

Alfheim im Bann des Lombardian Heeres

Unsere Geschichte spielt auf der heiligen Insel Alfheim, wo uralte Drachen und Elfen in Harmonie lebten. Wir schlüpfen in die Rolle von Yuma Ilverna und befinden uns im Gefängnis von Gaelritz – Sonia Blanche und deren Gefolgsleute sind auf der Mission um uns, den Gefangenen Yuma Ilvern, aus der Gefangenschaft des Lombardian Empire zu befreien. Im Verlauf der Befreiungsaktion taucht Prinzessin Excella auf, welche durch einen Song ihren Drachen Gae Bolg befiehlt, Sonia und Yuma anzugreifen. Während des Kampfes lüftet Yuma sein Geheimnis und leiht sich ein wenig Macht des Shining Dragons, dessen Seele in Yuma versiegelt wurde.

Nach dem spannenden Ereignis beim Gefängnisturm in Gaelritz fährt die Geschichte in der Stadt Marga fort. Im weiteren Verlauf der Geschichte lernen wir Joachim kennen, ein kranker Wissenschaftler, welcher für das Lombardian Imperium Experimente mit Drachenseelen und Menschen durchführt. Joachim hat auch an Yuma in Gaelritz experimentiert. Doch Yuma konnte durch seine Willensstärke seine wahre Kraft geheim halten. Yuma und seine Mitstreiter erfahren, dass das Lombardian Heer auf der Suche nach den vier Welt Drachenseelen sind.

Steuerung nahezu perfekt…

In Shining Resonance Refrain gibt es viele Nebenaufträge, die man abseits der Hauptstory erledigen kann, um sein Level zu erhöhen und um verschiedene Items zu erhalten. Außerdem gibt es ein Dungeon-System, das sogenannte “Grimoire” ist ein Zauberbuch, welches Verzerrungen in Alfheim aufzeigt. Um diese Verzerrungen wieder rückgängig machen zu können, müssen verschiedene Dungeons durchlaufen werden. Um sich den Durchgang zu erschweren, können verschiedene Sigils eingesetzt werden, um weitere Gegner erscheinen zu lassen oder dessen Element zu verändern. Dieses System erinnert ein wenig an Ni No Kuni 2.

Das Kampfsystem erinnert an die Tales of-Reihe: Durch das Berühren eines Gegners wird der Kampf getriggert. Es gibt verschiedene Arten, einen Kampf zu beginnen, falls der Gegner von hinten überrascht wird, fallen diese in eine Starre und sind für einige Sekunden bewegungsunfähig. Bekommt der Gegner die Möglichkeit, den Kampf hinterrücks zu starten, wird dieser Effekt gegen uns verwendet. Zudem ist es möglich, den Kampf ohne jeglichen Vor- beziehungsweise Nachteil zu starten.

Im Kampf kann der Spieler mit normalen Angriffen, Break Angriffen (Verteidigung des Feindes durchbrechen) oder mit Magie seinen Gegner kampfunfähig machen. Durch Angriffe wird die Ausdauer-Anzeige geleert und deshalb sollten die Schläge getimt zum Einsatz gebracht werden. Yuma kann noch die Macht des Shining Dragons in Anspruch nehmen, aber dies kann für die Gruppe auch nach hinten losgehen, falls Yuma die Kontrolle des Drachens verlieren sollte, greift dieser alles an ob Freund oder Feind. Durch den Einsatz der Armonics können die Dragoneers ein B.A.N.D. (Battle Anthem of the Noble Dragoneers) spielen, wodurch verschiedene Attribute verstärkt werden. Des Weiteren kann durch das B.A.N.D. verhindert werden, dass Yuma die Kontrolle des Shining Dragons verliert. Um die Hymne spielen zu können, muss durch Angriffe das B.P.M. (Battle Performance Mana) gefüllt werden.

Das Spiel sieht nicht nur toll aus und glänzt mit seinem Soundtrack, sondern bringt auch dank KI den Blutdruck auf Touren. Es gab Kämpfe, in denen ich meine Mitstreiter gerne verfluchte. Diese dachten sich ”Moment, der Gegner setzt Attacken mit Flächenschaden ein, in der ich mich gerade befinde, egal ich bleib darin stehen, damit sich der Spieler so richtig ärgert.”.

Ein Land mit harmonischem Gesang und wunderschönen Landschaften

Bei dem verwendeten Rezensionsexemplar des Spiels handelt es sich um die Xbox-One-Version. Die Umgebung und Effekte sind sehr schön detailiert dargestellt bei einer konstanten Bildfrequenz. Im Kampf hat man trotz vielen Gegnern und deren Attacken einen schönen Überblick, und erlebt gleichzeitig ein Feuerwerk an Effekten.

Der Soundtrack bei Shining Resonance Refrain ist fantastisch. Die Musik schafft in den Zwischensequenzen großartige Atmosphären. Der Soundtrack ist gelungen und passt sehr gut in die Welt von Shining Resonance Refrain. Die englische Umsetzung ist passend, wobei das Audio auch auf japanisch gewechselt werden kann. Mir gefiel die Synchronisation auch, da man vor allem auf die Lippensynchronität geachtet hat. Bei den Dialogen hatte ich einige Male Aussetzer bemerkt, dennoch ist der Sound gelungen.

Fazit

Im Großen und Ganzen ist die Neuveröffentlichung von Shining Resonance Refrain sehr gelungen. Die Story ist gut inszeniert und fesselt einen an das Spiel. Die Umgebung ist sehr schön und es kann passieren, dass man sich darin, im positiven Sinne, verliert. Das Spiel hat viele Elemente, die ich aus anderen Spielen kenne und auch als sehr gut empfunden habe. Beim Kampf gab es Szenarien, bei denen der Überblick nicht gegeben war und einige Male hatte ich bei den Charakterdialogen Soundaussetzer. Die Musik und die Story, die sich stets verbesserten, lassen einen über diese Punkte hinwegsehen. Fans des JRPG-Genres können bei Shining Resonance Refrain zugreifen.

ACHTUNG: Jegliche Aussagen in diesem Review reflektieren lediglich die persönliche Meinung des Autors und nicht (!) die von PattoTV und seiner Partner.
Bilder und Trailer:
© ATLUS & Deep Silver, a division of Koch Media GmbH, Austria

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