Review: Kizumonogatari III – Kaltes Blut [Blu-ray]

Die Filmreihe Kizumonogatari wurde in insgesamt drei Teilen vom Animationsstudio SHAFT Inc. adaptiert und erstmals in den japanischen Kinos präsentiert. Die Filme basieren dabei auf der Light-Novel-Reihe MonogatariSeries von NisiOisiN. Hierzulande wurden die Filme auf dem AKIBA-PASS-Festival 2017 vorgestellt und anschließend ein halbes Jahr später mit deutscher Synchronisation durch peppermint anime veröffentlicht. Im Januar dieses Jahres erschien der dritte und somit letzte Film. John Viktor Schwab

Leichtes Spiel

Es ist so weit, Koyomis erster Kampf steht bevor. Sein Gegner, ein riesiger Vampir mit übermenschlichen Fähigkeiten. Sein Name, Dramaturgy. Seine eigene Lage, aussichtslos. Ehe er sich der Frage, ob er auch nur den Hauch einer Chance hat, nur widmen kann, ist der Kampf schon vorbei. Und auch wenn er es selbst kaum fassen kann, er hat gewonnen. Dramaturgy hat aufgegeben und kniet nun flehend vor ihm auf dem Boden, wissend das Koyomi die Macht hat, ihm das Leben zu nehmen. Doch Koyomi verschont ihn und erlangt im Gegenzug das rechte Bein von Kiss-Shot. Schnell macht sich Koyomi auf zur alten Schule um nun dieser ihr gestohlenes Körperteil zu überreichen. Kaum hat Kiss-Shot ihr Bein wieder zurück, kann sie sich wieder ein wenig regenerieren und nimmt die Gestalt einer Teenagerin an. Doch auf seinen Lorbeeren kann Koyomi sich nicht ausruhen, noch haben sie nicht alle Körperteile wiedererlangt und er kann nicht zurückverwandelt werden. So stellt er sich Gegner um Gegner, um Kiss-Shots fehlende Körperteile im Kampf wiederzuerlangen. Doch je näher er seinem Ziel kommt, wieder ein Mensch zu werden, desto mehr stellt sich ihm die Frage, ob Kiss-Shot ihr versprechen überhaupt zu halten vermag …  

Bild und Animationen

Adaptiert vom Animationsstudio SHAFT Inc., welches vor allem für das Monogatari-Franchise bekannt ist, basiert der Anime auf der Light-Novel-Reihe MonogatariSeries von NisiOisiN, welche seit 2016 in Japan mit bisher 22 Ausgaben veröffentlicht wird. Im japanischen Kino wurde der dritte Teil der Filmreihe am 06.01.2017 präsentiert. Hierzulande wurden erstmals alle drei Filme auf dem AKIBA-PASS-Festival 2017 vorgestellt, worauf diese auch noch im selben Jahr, am 29.09.2017, mit deutscher Synchronisation durch den Anime-Publisher peppermint anime veröffentlicht wurden.

Optisch ist der dritte Teil, ebenso wie seine Vorgänger, sehr hochwertig und ansprechend. Die Szenen wirken durch den eigenen Stil sehr markant, was den Anime entsprechend auszeichnet. Die Konturen sind stark gezeichnet und unterstreichen das gute Charakterdesign. Die Bilder weisen wie auch in den vorherigen beiden Teilen die bekannten surrealistischen, expressionistischen und auch abstrakten Züge auf. Aufgefallen ist im letzten Teil ein zunehmendes Spiel zwischen dunklen und sehr hellen Farben in den Szenenbildern, die die Stimmung gekonnt untermalen. Weiterhin zeigt sich der Anime mit sehr abstrakten Bildern, welche immer wieder für gewollte Stilbrüche sorgen und somit die wichtigen Szenen gezielt stark hervorheben und untermalen. Die Animationen sind stets flüssig, was das wertige Bild letztendlch abrundet.

Deutsche Umsetzung und Musik

Die Synchronisationsarbeiten wurden im Oxygen Sound Studios in Berlin durchgeführt, wobei Christian Zeiger im Auftrag von peppermint anime die Dialogregie führte. Eine definitiv gute Wahl, da die Synchronstimmen zu den Charakteren gepasst haben und im Ausdruck auf jeden Fall überzeugen konnten.

Wie auch im vorherigen Film konnte die Synchronisation überzeugen und die deutschen Synchronstimmen passen sehr gut zu ihren Charakteren. Besonders gut gefiel mir dabei wieder die Arbeit von David Turba und Ulrike Stürzbecher, welche den Protagonisten Koyomi Araragi und Kiss-Shot ihre Stimmen geliehen haben. Die Stimmen sind ausdrucksstark und passen zu ihren Charakteren. Man hat deutlich gemerkt, wie viel Leidenschaft und Ausdrucksstärke in die Rollen eingeflossen ist. Des Weiteren ist die deutsche Synchronisierung lippensynchron, was definitiv positiv hervorzuheben ist. Alles in allem war die deutsche Synchronisation sehr überzeugend. Dennoch ist es schön zu wissen, dass für alle, die kein Freund der deutschen Synchronisation sind, auch die japanische Fassung mit deutschen Untertitel auf der Disc enthalten ist.

Die Soundtracks sind – wie zuvor auch – stets passend gesetzt und überzeugen mit ihrer Wertigkeit. In wichtigen Momenten verleihen sie sowohl dem Charakter als auch der Handlung sehr viel Tiefe im Ausdruck und schaffen dabei viel Atmosphäre, welche sie auch aufrechterhalten.

Fazit

Der letzte Film der Kizumonogatari-Reihe kann überzeugen und wird nicht umsonst von Kritikern so hoch geschätzt. Der Bildstil ist außergewöhnlich, markant und ebenso atmosphärisch, wodurch der Anime es schafft, den Zuschauer zum Mitdenken anzuregen und ihn damit tiefer in die Handlung vordringen lässt. Das gelungene Charakterdesign und das grandiose Bild runden gelungen ab. Musik und Synchronisation leisten überzeugende Arbeit und das Bild ist insgesamt wirklich sehr wertig. Die Story ist recht simpel, jedoch überzeugend. Der Anime vermag die Spannung bis zum Schluss aufrechtzuerhalten und auch der Humor ist immer passend gesetzt und schafft es, kritische Szenen gekonnt aufzulockern. Letztendlich kann die Filmreihe mit ihrem eigenen speziellen Stil und ihrer Hochwertigkeit in Bild, Animation und Synchronisation überzeugen. Sie ist für Animefans mit einem besonderen Geschmack definitiv empfehlenswert.

Kurzfazit

Die Trilogie Kizumonogatari findet sich im Verlauf vom ersten bis zum dritten Teil immer mehr und wird dabei jedes Mal spannender. Dabei schafft sie es mit ihrem ganz eigenen und speziellen Stil den Zuschauer zu fesseln und ihn zum Denken anzuregen, wobei dieser dadurch tiefer in die Handlung vordringen kann. Eine definitiv empfehlenswerte Film-Reihe.  

ACHTUNG: Jegliche Aussagen in diesem Review reflektieren lediglich die persönliche Meinung des Autors und nicht (!) die von PattoTV und seiner Partner.
Bilder und Trailer:
© 2018 peppermint anime gmbh
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