Review: Made in Abyss – Staffel 1 – Volume 2 [Blu-ray]

Das Erforschen der Tiefen des Abyss ist noch lange nicht abgeschlossen! Riko und Reg haben sich auf den Weg in die Tiefe des Abyss gemacht. Nachdem das erste Volume den ersten Teil des Animes spannend erzählte, gesellte sich am 07. September das zweite Volume mit den Folgen acht bis 13 dazu. Erstmalig erschien Made in Abyss von Juli bis September letzten Jahres im japanischen TV und war in der Liste der besten Anime-Serien 2017 immer sehr hoch angesetzt. Knapp ein Jahr später, am 03. August, veröffentlichte Universum Anime das erste Volume als Collector’s Edition auf DVD und Blu-ray. Patrick Snir

Am Rande des Abyss

Riko ist ein kleines Waisenkind, das in Orth, der Stadt am Rande des Abyss, im Belchero-Waisenhaus lebt. Schon seit Langem träumt sie davon, genauso wie ihre Mutter einmal eine große und bekannte Höhlenforscherin zu werden und in ihre Fußstapfen zu treten, um den Geheimnissen der Höhlen auf die Spur zu kommen. Doch derzeit ist sie im Waisenhaus nicht die hellste und sehr tollpatschig. Orth ist der Startpunkt für alle Höhlentaucher – so nennt man diejenigen, die wagemutig genug sind, in das unterirdische Höhlensystem hinabzusteigen. Der Abyss ist der letzte weitgehend unerforschte Ort auf dieser Welt und hat einen Durchmesser von einem Kilometer. Aber niemand weiß, wie tief der gigantische Abgrund reicht, der von wundersamen Kreaturen bewohnt wird und in dem sich mysteriöse Relikte befinden. Aktiv veranstaltet die ganze Gruppe aus dem Waisenhaus Tauchgänge in den Abyss, um nach Relikten zu suchen. Während einer Expedition werden Riko und ihr Begleiter Nat urplötzlich von einem tödlichen Monster angegriffen und nur ein wuchtiger Energiestrahl bewahrt sie vor dem sicheren Tod. Auf der Suche nach dessen Quelle, trifft sie auf einen kleinen Jungen mit mechanischen Armen, der unbewusst auf der Wiese liegt. Spontan entschied sich Riko, den Jungen mit ins Waisenhaus zu nehmen und ihn dort zu reanimieren.

Die Expedition in die Tiefe

Ab jetzt wird es kein Zuckerschlecken für das Abenteuer-Duo Riko und Reg: Sie müssen sich von einer Tiefenschicht in die andere schlagen. So treffen sie in der zweiten Tiefenschicht auf die Hüterin des Höhlentaucher-Außenpostens, Ozen, die es den beiden nicht wirklich leicht macht: Bevor sie überhaupt ihre Reise in die Tiefe fortsetzen können, müssen sie sich in einem speziellen Überlebenstraining unter Beweis stellen und zeigen, dass man das Zeug hat, die tieferen Schichten des Abyss zu durchqueren. Es lauern nämlich überall Gefahren und grässliche Kreaturen, gegen die die beiden nur mit jeder Menge Glück bestehen können. Nach zehn harten Tagen konnten die beiden das Training überstehen und erhielten als Gegenleistung einen entscheidenden Tipp von Ozen. Sie verrät ihnen, dass sich die Zeit in den Tiefen des Abyss anders verhält und es somit eine realistische Chance gibt, dass Rikos Mutter noch am Leben ist. So zeigt sich auch der Grund, aus dem die beiden sich überhaupt in die Tiefen des Abyss wagen: Rikos Mutter Lyza. In den anderen Tiefenschichten treffen sie auf weitere Kreaturen, die dem Duo behilflich sind oder auch etwas Schlimmes antun wollen; es stecken vielen Gefahren in diesem atemberaubenden Abenteuer. Wird Riko ihre Mutter jemals entdecken und nimmt die Geschichte ein glückliches Ende?

Bild und Animation

Von Juli bis September des Jahres 2017 erschien die 13-teilige Anime-Serie erstmals im japanischen Fernseher und in einigen Ländern, außer in Deutschland, als Simulcast. Adaptiert wurde Made in Abyss, das auf die gleichnamige Manga-Reihe von Akihito Tsukushi basiert, vom Studio Kinema Citrus unter der Regie von Masayuki Kojima. Kinema Citrus ist unter anderem für seine Anime-Serien wie Tokyo Magnitude 8.0, Black Bullet oder Norn9 bekannt. Nach knapp einem Jahr, am 03. August, veröffentlichte Universum Anime das erste Volume und ab dem 07. September gesellte sich das zweite Volume dazu.

Die grafische Darbietung hält sich natürlich an das gleiche Niveau, welches man schon im ersten Volume geboten bekam. Das Animationsstudio konnte mich mit dem schönen, sanften und interessanten Charakterdesign überzeugen. Die atmosphärischen Bilder und die flüssigen Animationen konnten das Gesamtbild abrunden und ein – meiner Meinung nach – Meisterwerk des letzten Jahres erschaffen. Was ich in der Rezension des ersten Volumes bemängelt habe, hat sich im zweiten Volume verbessert: Die Kampfszenen. Sie kamen in diesem Volume zur Geltung und konnten absolut überzeugen. Demzufolge finde ich keine Kritikpunkte und kann in puncto Bild und Animation das zuständige Animationsstudio loben!

Deutsche Umsetzung und Musik

Universum Anime hat für die deutsche Umsetzung des Animes das in Berlin ansässige Synchronstudio EuroSync beauftragt. Dabei war Frank Schröder sowohl für das Schreiben des Dialogbuches als auch für die Dialogregie verantwortlich. Mit insgesamt 22 Sprechrollen hat man die Anime-Serie auf hohem Niveau synchronisiert.

Es ist kein Wunder, dass ich die deutsche Synchronisation im zweiten Volume genauso gut fand wie jene im ersten Volume. Das Anime-Label ist vor allem für seine guten deutschen Umsetzungen bekannt. Alle Charaktere hatten noch immer ihre jeweilige passende Synchronstimme. Unter anderem sprachen Linda Fölster als Riko, Laurine Betz als Reg und Rubina Nath als Nat. Viele werden es vielleicht nicht mögen, dass weibliche Stimmen einen kleinen Jungen vertonen, jedoch fand ich es nicht schlimm und konnte die Stimmen auch gut als Knabenstimme wahrnehmen.

Musik war natürlich auch wieder im zweiten Volume zu hören: Seien es die kräftigen OSTs, die berührenden orchestralischen und gesungen Stücke, um die Szenen aufzupeppen, oder das stimmige Opening beziehungsweise Ending. Man hat auf jeden Fall im gesamten Anime eine hochwertige Untermalung gehabt.

Fazit

Ich bin sehr froh, dass ich auf die guten Bewertungen von Made in Abyss geachtet habe und die 13-teilige Anime-Serie für PattoTV testen durfte. Ich habe ein spannendes und atemberaubendes Abenteuer mit Riko, Reg und den anderen Charakteren erlebt. Wenn man sich die ersten zwei oder drei Folgen anschaut, so möchte man kaum mit dem Schauen aufhören und die Protagonisten durch die Geschichte begleiten. Die Story war in jeglicher Sicht grandios: Sie berührte einen, setzte Humor auf und blieb trotzdem beim Thema. Dazu kommen natürlich die atmosphärischen Bilder, das sanfte Charakterdesgin und die flüssige Animation, die man in einigen Kampfszenen am besten wahrnehmen konnte. Auch die gelungene Synchronisation war passend und rundet alles zu einem schönen Meisterwerk ab. Besonders bei der letzten Episoden sollte man – als kleiner Tipp – ein Taschentuch bereithalten. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung, die zweite Staffel, die (hoffentlich) bald erscheint. Bis dahin würde ich mir die erste Staffel bestimmt noch einmal ansehen.

Kurzfazit

Made in Abyss hat sich in jeglicher Sicht von seiner guten Seite gezeigt. Seien es die spannende, berührende Geschichte, die atmosphärischen Bilder oder die gelungene musikalischen Untermalung. Auch die deutsche Umsetzung konnte auf hohem Niveau überzeugen.

ACHTUNG: Jegliche Aussagen in diesem Review reflektieren lediglich die persönliche Meinung des Autors und nicht (!) die von PattoTV und seiner Partner.
Bilder und Trailer:

© 2017 Akihito Tsukushi, TAKE SHOBO/MADE IN ABYSS PARTNERS

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